Samstag, 20. Februar 2010

Der Wahn flaut ab

Nach einem sehr sehr sehr erfolgreichen Januar in Sachen Schreiben geht es bei mir im Moment eher schleichend voran. Von der ursprünglichen Begeisterung für meinen Urban-Fantasy-Roman ist nicht mehr alles zu spüren, manchmal packt es mich wirklich bei der Schulter, brüllt mir ins Ohr, dass er einfach geil ist und ich glaube dieser Stimme. Manchmal - wie heute - zweifle ich aber stark daran, dass es wirklich was bringt, dieses Schätzchen zu schreiben. Zum Einen, weil ich vermute, dass der Roman einige zehntausend Wörter abspecken könnte (jetzt schon), zum anderen, weil ich denke, dass es keine Marktchancen hat. Eine Freundin hat mir gestern zwar (gott sei dank, sonst wäre ich heute glaube ich wirklich in einem Loch versunken) gesagt, dass sie das erste Kapitel gut findet und wir beide haben ein bisschen was zusammen ausgearbeitet, aber irgendwie läuft es nicht so wie es soll. Das fünfzehnte Kapitel wandert wahrscheinlich in einem in die Tonne. Irgendwann. Morgen geht's erst einmal mit dem sechszehnten weiter und vielleicht hau ich heute noch eine Kurzgeschichte rein, die schon fertig geplottet ist. Vielleicht bricht das ja endlich meine momentane Barriere.
Sonst kann ich nur hoffen, dass ich mein Soll einhalte, der Roman fertig wird und meine Betaleser übersteht - warten und Tee trinken. Und mich nicht selbst fertig machen. Das ist das Einzige, was helfen wird. Und jetzt geh' ich Steckbriefe schreiben. Meine Charaktere hüpfen schon vorfreudig rum. Na toll. Das kann ja was werden.